Bogenschießen

Der Sport mit Pfeil und Bogen ist weltweit populär und eine der wenigen Sportarten, in denen Behinderte und Nichtbehinderte gleichberechtigt gegeneinander antreten. Im Rollstuhlsport zählt sie zu den ersten sportlichen Betätigungen, die im Rahmen der medizinischen und gesellschaftlichen Rehabilitation von Sir Ludwig Guttmann in Stoke Mandeville eingeführt wurden. Bis in die 80-er Jahre waren bei Sportfesten, bei Deutschen und Internationalen Meisterschaften und bei den Paralympics stets auch Koblenzer Sportler erfolgreich dabei. Dann geriet Bogenschießen fast in Vergessenheit.

Seit 2009 ist der Sport wieder aufgelebt. Seither wird auf der 18m-Bahn (auf der Kegelbahn im UG des Evang. Stift) wieder regelmäßig trainiert. Zitat aus der Broschüre zum 30jährigen Jubiläum. Franz Herrmann, einer unserer erfolgreichsten Bogensportler schrieb damals:

“Um am Bogenschießen Spaß und Freude zu haben, heißt es möglichst oft die Mitte der Scheibe zu treffen. Das kann auch jeder Rollstuhlfahrer erlernen. Selbst Tetraplegiker sind mit einem "Compoundbogen" dazu in der Lage. Das Spannen und Ausziehen des Bogens ermöglicht die Wiedergewinnung und Erhaltung von Kraft und Ausdauer. Das Streben nach Präzision und Konstanz aktiviert körperliche Funktionen ebenso wie Willensstärke. Die Erfahrungen von Erfolg, Leistungsschwankungen und Niederlagen fördern Selbstbeherrschung und Gelassenheit.”

Dem ist auch heute nichts hinzuzufügen. Interessente sind bei uns jederzeit willkommen.  Um auszuprobieren, ob der Bogensport einem Spass machen kann und ob man ihn weiter betreiben will, ist keine eigene Ausrüstung erforderlich. Es stehen uns dafür die Bögen samt Zubehör zur Verfügung, die das Evang. Stift u.a. auch bei der Erstrehabiitation von Querschnittgelähmten anbietet.